Dienstag, 4. November 2014

"Kulinarischer Dienstag" - Papaya-Orangen Lebkuchen

Kleine, braune Lebkuchen mit fruchtiger Note


Der Mann schaut gerne Galileo. So ein Lifestyle-Magazin mit totalen Blödsinns- aber auch ein paar guten Reportagen. Da lernt man was, ab und an. Und letzte Woche kam ein Beitrag über Lebkuchen, und dass Nürnberger Elisenlebkuchen sowieso die aller besten sind. Und auch die teuersten. Die Tage werden kälter, man kann schon mal eine Kerze anzünden und der Mann wollte Lebkuchen. Aber nur Elisen!! Denn die sind fast ohne Mehl und mit ganz viel Nüssen. Edeka um die Ecke hatte keine Elisenlebkuchen, nur so eine Allerweltsmischung. Der Mann war nicht zufrieden. Mir fällt zwar ein Laden ein der diese sagenumwobenen Lebkuchen verkauft, sogar als Bruch in größeren Mengen, aber dieser Laden liegt geschätzte 500km von uns entfernt. Und zuletzt war ich da vor fünf Jahren, könnte eine Reise ins blaue sein.

Zwei Tage später, der Mann maulte noch, habe ich dann auch Hunger auf Lebkuchen bekommen. Und da war doch im letzten Winter so ein Rezept... kleine, braune Lebkuchen, ganz weich und ohne Mehl und das überaus lästige Orangeat... und hier also eine aufgepimpte Version meiner kleinen Lebkuchen aus dem letzten Weihnachtswinter. Dem Mann hast geschmeckt, wir lagen mit Milch- und Lebkuchenbauch wohlig eingekuschelt auf dem Sofa. Und heute morgen musste ich entdecken dass er die Blechdose mit den restlichen Lebkuchen mit zur Arbeit genommen hat der Geier. Naja, mach ich mir schnell noch eine Portion. Die hab ich aufgefuttert bevor er heute Abend von der Arbeit kommt.




Man braucht:

100g gemahlene Haselnüsse
100g gemahlene Mandeln
100g geraspeltes Marzipan
100g brauner Zucker
1 EL Mehl
1 TL Zimt
2 TL Lebkuchengewürz
30g getrocknete Papaya
50g Orangenmarmelade 
eine Prise Salz
3 Eiweiß
ca. 40 Backoblaten 

Die trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen. Papaya sehr klein hacken, Marzipan raspeln oder alternativ kleinschneiden und unter die Nuss-Mehl-Mischung rühren. (Gut gekühltes Marzipan raspelt sich leichter.) Jetzt Marmelade (am besten eine mit ordentlichen Orangenstückchen drin, gibt zusätzlich einen fruchtigen Biss) und die Eiweiß in die Schüssel geben. Alles per Hand zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Zwei Bleche mit Backpapier auslegen und die Oblaten darauf verteilen. Den Teig in einen Spritzbeutel füllen oder in einen Gefrierbeutel an dem Ihr eine Ecke abschneidet. Den Teig gleichmässig auf den Oblaten verteilen. Mit nassen Fingern die Oberfläche glatt streichen und dann bei 170°C Umluft ca. 12 Minuten backen bis die Oberfläche leicht gebräunt, das innere der Lebkuchen aber noch schön feucht ist. Nach dem Auskühlen vor gierigen Männern in einer Blechdose verstecken.





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