Donnerstag, 19. Juni 2014

Urlaub ist was man draus macht!

Improvisation kann so entspannend sein.


Wir haben Sommerurlaub. 
Doch da der Mann von seiner letzten Dienstreise einen fernöstlichen Virus eingeschleppt hat sind wir nicht wie geplant mit Kamera im Osten Europas unterwegs sondern daheim. Wir haben ein Krankenlager auf dem bequemeren Teil der Couch aufgeschlagen und was sich anfangs als miese, fiese Urlaubssituation angefühlt hat entwickelt sich zu den entspanntesten Tagen der letzten Jahre.

Ja, eigentlich wollte ich ganz viel machen. Das neue Objektiv testen, ausmisten, Dinge in der Wohnung putzen an die man nicht regelmäßig beim Saubermachen denkt, viel rausgehen...dolle Sachen eben, die freie Zeit nutzen und so.

Wie das so ist mit den Plänen. 
Ich nutze jeden zweiten Tag das ausgiebige Kursprogramm und den Wellnessbereich unseres Fitnessstudios und verbringe den Rest des Tages mit einem Buch in der Hand. Bei gutem Wetter auf dem Balkon und sonst auf dem bazillenfreien Ende der Couch. In den letzten zwölf Tagen konnte ich endlich noch mal die ersten zehn Bände der Commissario Brunetti-Reihe von Donna Leon lesen. Mit einem gekühlten Getränk in der Hand. 

Und wir habe bisher jedes WM Vorrundenspiel gesehen, wir kennen sie alle, und füllen akribisch unseren WM Plan mit den Ergebnissen. Es gibt kein "wir müssen noch" und kein "wir sollten aber", keinerlei Termine und Verpflichtungen. Kein "es ist aber schon spät", weder beim Schlafengehen noch beim Aufstehen. 
Ich schlafe jede Nacht herrlich tief, fest und durch, verschwende keinen Gedanken an die Arbeit und unser Leben fühlt sich herrlich unerwachsen an.

Wahrscheinlich denkt Ihr jetzt, das ist doch der langweiligste Urlaub des Jahrhunderts. 
Hej, ich war immerhin Tretboot fahren auf der Alster und das bei strahlendem Sonnenschein und mega Hitze! Keine Ahnung wann ich mich das letzte mal so erholt, fit und zufrieden gefühlt habe. Die restlichen Urlaubstage verbringen wir in der Heimat bei meiner Familie. Da wird gegrillt, alte Freunde getroffen, im Garten und auf der Couch rumgelümmelt, gut gegessen und viel gelacht bevor ich im Juli neue Herausforderungen im Job angehe und einen neuen, großen Lebensabschnitt einläute. 
Das Leben ist super!



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