Dienstag, 18. März 2014

Dresden - total überbelichtet

Warum das beste Licht für mich nicht immer reicht

Ich mag ja Fotografieren. Also ich liebe es, quasi. 
Zu meinem Besitz zählt eine große Zahl Kameras. Alte, abgelebte Kameras mit Geschichte und einem Film im Bauch. Die man auf dem Flohmarkt und beim Trödler erstöbern kann. Und die noch funktionieren. Ein paar Kratzer auf der Linse oder etwas Licht im inneren stört mich nicht. Das gibt dem ganzen Charakter. Mein Herz gehört der analogen Fotografie. 
Weil man nicht weiß was man bekommt. Jeder Film ist eine Überraschung. Oder eine Enttäuschung. Weil es im Gegensatz zur DSLR man nur einen Versuch gibt und nicht hunderte. Weil ich nie auf der Suche nach dem perfekten Motiv/Bild/Moment bin sondern nach einem ganz eigenen Ausschnitt, zu viel Licht, Doppel- und Dreifachbelichtungen oder Körnigkeit. Weil eingescannte Negative wenig Spiel für Fotosoftware lassen und der Effekt am besten aus dem Schuss entsteht. 
Aber ich schweife ab.

Also neulich in Dresden. 
Während der Mann sich an seiner Ausrüstung totschleppt, Uhrzeiten und Lichtverhältnisse studiert, über die Touristen schimpft die vor die Linse latschen und einen Großteil der Zeit mit der Suche nach dem besten Platz für das Stativ verbringt hab ich nur zwei Kameras dabei. In der Handtasche. Und für meine DSLR (ja, manchmal muss es eben digital sein) auch nur das olle Standartobjektiv am Start. 
Denn eigentlich wollte ich lesen und Torte essen. Und den Touristen aus dem Weg gehen.

Ein paar Bilder habe ich dann doch gemacht. Mit einer sehr kleinen Blende obwohl es ziemlich hell war. Einer meiner liebsten Effekte, völlig ohne Nachbearbeitung ein ganz blasses Bild machen. Alle tollen Fotografen dieser Welt können gleich weiter klicken. 
Mir geht es ums unperfekt sein. Wer neugierig ist - für euch ein paar Dresden Impressionen. Ganz hell, zart und zerbrechlich.










Ach ja, der Mann hat allerdings ganz herrliche Fotos gemacht. Absolut perfekt, mit Filter und hast Du nicht gesehen. Für jedes Reisemagazin geeignet. Hat Stundenlang gedauert. Mir ist beim Warten fast ein Fuß abgefroren. Aber ich konnte mein Buch fertig lesen. War ein toller Fototrip. 

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