Sonntag, 23. Februar 2014

#20 "Maigret und die Keller des Majestic"

Meine Woche mit Maigret Band 20

Verwirrung. Letzte Woche noch Rentner an der Loire ermittelt der Kommissar wieder als wär nix gewesen.

Der Fall: Hinter der vornehmen Fassade des Grandhotel Majestic  geschieht ein Mord. Eine Viertelstunde nur waren nicht alle Angestellten aufmerksam und an ihrem Platz und jetzt liegt da diese tote Amerikanerin, so fehl am Platz wie Kommissar Maigret der sich auf der Suche nach dem Täter durch die schmalen Angestelltengänge des Hotels windet und eine Welt hinter der Welt kennenlernt. Ein kleiner amerikanischer Junge mit einem reichen Vater der nicht der Vater ist, eine Kinderfrau und die Englischlehrerin helfen dem Kommissar weder beim Fall noch beim Abbau seiner Vorurteile gegenüber reichen Ausländern. Und dann ist da noch der Kaffeekoch des Hotels der wegen seiner Reifenpanne kein Alibi aber ein fast perfektes Motiv zu haben scheint. Doch wie immer macht dem Kommissar keiner was vor und am Ende war es ein Fälscher vor dem Herrn der all die falschen Spuren gelegt hat, der Junge bekommt eine neue Familie und der Mörder wird dingfest gemacht.


Fazit: Simenon hat sich Zeit gelassen zwischen Band 19 und 20. Sechs Jahre lang war Maigret nicht auf der Fläche, und jetzt geht seine Story weiter als ob er nie Pause gemacht hätte. Man steigt nahtlos vor Band achtzehn ein, keine Hilfe, keine Hinweise. Doch der Ton ist rauer geworden, und auch wenn immer noch der menschliche Makel im Vordergrund steht, so ist er nicht mehr so liebevoll verpackt wie in den vorangegangenen Bänden. Arm gegen reich und Maigret mitten drin. Ein Glück, dass noch 55 Bände folgen.




Georges Simenon
"Maigret und die Keller des Majestic"
Sämtliche Maigret-Romane Bd. 20
Diogenes 2008
192 Seiten

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