Montag, 17. Februar 2014

#19 "Maigret und sein Neffe"

Meine Woche mit Maigret Band 19

Gestern habe ich seit langem mal wieder Torte gegessen und abends mit Bauch auf der Couch gelegen. So kommt Maigret erst heute zum Zug, macht aber nichts denn er hängt eh im Ruhestand rum.

Der Fall: Nächtliche Ruhestörung in einem kleinen Häuschen an der Loire, der ehemalige Kommissar wird von seinem Neffen aus dem Bett getrommelt. Dieser hat nicht nur das Pech einen von ihm beschatteten tot aufzufinden, er hat auch den Tatort mit Spuren kontaminiert und avanciert zum Hauptverdächtigen. Maigret geht zurück nach Paris, und muss nun in einem Fall ermitteln der nicht seiner ist in einem Hoheitsgebiet das nicht mehr seins ist. Alte Kollegen, seine Nachfolger und sein Neffe machen ihm die Ermittlungen schwer, die einen wollen seine Hilfe nicht und der andere ist übereifrig bei der Sache. Maigret sammelt und beobachtet, verbündet sich mit einer der Amüsierdamen um Klarheit in diesen Mord in der Unterwelt von Paris zu bekommen und landet schnell beim eigentlichen Mörder. Doch dessen Schuld zu beweisen, das ist die eigentliche Herausforderung für den alten Hasen.

Fazit: Das Haus an der Loire, der Ruhestand, das alles ist fremd in Verbindung mit Maigret. Doch dann zurück in Paris lässt Simenon ihn ebenfalls fremd oder fehl am Platz wirken, seine Präsenz der alten Tage nur noch ein Hauch. Und der Polizei wäre es lieber er würde ganz verschwinden. Man merkt schnell, er hält seine Nachfolger alle samt für Dummköpfe und ist hin und her gerissen zwischen alten Pfaden und Ausgrenzung. Sein Neffe, ein übereifriges, naives Muttersöhnchen nagt an meinen Nerven und am Ende ist man froh dass der Kommissar in alter Manier den Mörder zur Strecke bringt und der Neffe endlich wieder nach hause kann.





Geoges Simenon
"Maigret und sein Neffe"
Sämtliche Maigret-Romane Bd. 19
Diogenes 2008
176 Seiten

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