Sonntag, 9. Februar 2014

#18 "Maigret in Nöten"

Meine Woche mit Maigret Band 18


Wir  sind  bei Band 18 und Maigret will vorzeitig in den Ruhestand? Worüber berichtet Simenon denn in den restlichen 57 Bänden?

Der Fall: Am Rande von Paris wird ein Betrunkener aus einem Kanal gefischt und gleich darauf ein leicht verletzter, am Kanal gekannt und geschätzter Geschäftsmann dem in den Rücken gestochen wurde. Als der Kommissar an diesem entlegenen Fleckchen Paris auftaucht um zu ermitteln fühlt er sich zurückversetzt in seinen alten Fall am Kanal, die Schiffe, die Schiffer, die Kneipen. Der Verletzte geht seinem normalen Leben nach, und Maigret trottet mit. Die Familie ist schwach, es geht um viel Geld und plötzlich erhängen sich Sohn und ein Lotse. Fasziniert ist der Kommissar von der "La Toison d'Or", ein Schlepper mit kurioser Besatzung: eine Verrückte, ein Säufer und ein Säugling. Währen der verletzte Ducrau sich selbst in Szene setzt kommt der Kommissar der Wahrheit auf die Spur. Und am Ende ist sogar eine alte Freundschaft nichts wert, das Erbe dahin und Maigret verhaftet den Übeltäter. Zumindest deutet er es an.

Fazit: Man erfährt neben der Geschichte erstaunlich viel über den Kommissar, seinen Vornahmen und dass er mal eine Tochter hatte die früh gestorben ist. Am meisten verwirrt hat mich der vorgezogene Ruhestand, ich dachte zunächst das wäre eine Finte um den Fall zu lösen doch anscheinen wollte Simenon die Geschichten um Maigret mit Band 18 zu ende gehen lassen. Zum Glück hat er es sich anders überlegt und es warten noch viele Geschichten auf mich. Ach ja, wie gewohnt triumphieren die Abgründe des Kleinbürgertums, Geld macht nicht automatisch auch einen guten Menschen aus einem und die vermeintlichen Randfiguren sind die Guten. Ganz typisch eben.




Georges Simenon
"Maigret in Nöten"
Sämtliche Maigret-Romane Bd. 18
Diogenes 2008
192 Seiten

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