Sonntag, 29. Dezember 2013

#13 "Maigret und die Affäre Saint-Fiacre"

Meine Woche mit Maigret Band 13

Maigret muss zurück an den Ort seiner Kindheit. Und das gefällt ihm weniger als erwartet.

Der Fall: Maigret erwacht in einer unbequemen Mansarde in dem Dorf in dem er aufgewachsen ist. Ein Zettel hat ihn dorthin geführt und so wartet er auf ein Verbrechen das da kommen soll...oder mag. Und während der Kommissar immer wieder Spuren seiner Vergangenheit findet gibt es tatsächlich eine Leiche. Ein natürlicher Tod, und doch sin die Dorfbewohner misstrauisch und Maigret mitten drin in einem Fall der keiner ist und am Ende machen es die Verdächtigen unter sich aus. Der Kommissar kann niemanden verhaften, findet aber Freund und Hoffnung in einem kleinen Jungen. Hoffnung darauf dass nicht alles schlecht ist und die Gewissheit dass Paris seine Heimat ist.

Fazit: In diesem Buch lernt man viel über Maigret und seine Vergangenheit. Allerdings ist das Dorf ein trauriger Haufen voll boshafter Menschen und es tut einem fast leid, dass der Kommissar so wenig Freude an seinem Besuch in der alten Heimat findet. Mir ist es zu trüb, der Pfarrer, der Doktor, der Graf... Kleinbürgertum sind wir ja von Simenon mittlerweile gewohnt aber in diesem Band wird es doch auf die Spitze getrieben. Gier, Neid, Missgunst. Die volle Breite der menschlichen Abgründe. Und am Ende weiß jeder wer's war aber verdonnert wird keiner. Naja, kann nicht immer ein Happy End geben.



Georges Simenon
"Maigret und die Affäre Saint-Fiacre"
Sämtliche Maigret-Romane Bd. 13
Diogenes 2008
176 Seiten

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