Dienstag, 19. November 2013

Immer dabei

Familie zum mitnehmen oder was neues für die Ewigkeit

Jetzt bin ich ja schon eine ganze Weile weg von daheim. Also von da wo meine Familie ist, oder zumindest noch der größte Teil. Von guten 4000km hat sich die Distanz auf nur noch 500km verringert und doch ist Familie für mich, seit ich sie nicht mehr wie selbstverständlich vor der Tür habe, immer wichtiger geworden. Irgendwie fiebere ich gefühlt etwa 300 Tage im Jahr Weihnachten entgegen, weil wir da alle für eine Handvoll Tage an einem Fleck sind.

Ich spiele seit einer ganzen Weile mit dem Gedanken wie ich meine Familie immer bei mir haben kann, mal abgesehen von den paar Bildern im Smartphone und denen zuhause an der Wand. Das Ewigste ist und bleibt wohl ein Tattoo, hat ja heute auch fast jeder. Und beim Anblick der vielen Namen und Daten auf deutschen Unterarmen ist mir dann auch gleich ein wenig schlecht geworden. Würgh, ne will ich nicht. Aber wie das so ist mit Ideen, zumindest mit meinen, die setzen sich fest. Und poppen zu den ungünstigsten Zeiten wieder auf. Keine Namen, keine Daten und Fingerabdrücke kann man nicht wirklich hübsch tätowieren. 

Es sollte privat sein und doch präsent, nur für mich aber doch irgendwie offensichtlich und stolz zeigbar. Leise, innig und unerschrocken - so wie wir eben sind. Ein Symbol. Ich bin stolz auf uns. 
Ein Jahr überlegt, gesucht, gefunden und jemanden ausfindig gemacht der es so umgesetzt hat wie ich es wollte. Alles verheilt und Teil des Alltags. Am Wochenende hat Dmitrij einen Moment eingefangen, ganz unaufgeregt und doch so schön. Meine Familie und ich auf der Couch. Ein ganz normaler Sonntag. 
Und bei dem Bild geht mir das Herz auf.



Am Freitag fahre ich in die Heimat. 
Mutti hat Geburtstag. Mir scheint mit zunehmendem Alter wird Frau sentimental :)

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