Sonntag, 10. November 2013

#7 "Maigrets Nacht an der Kreuzung"

Meine Woche mit Maigret Band sieben

Maigret verbeisst sich in den Fall und verbringt viel Zeit in einem klitzekleinen Dorf.

Der Fall: Ein Verhör das sich gewaschen hat, der Kommissar verbringt siebzehn zähe Stunden mit dem vermeintlichen Mörder und muss den Dänen am Ende ziehen lassen. So beginnt für Maigret eine lange Zeit "an der Kreuzung" - einem sehr kleinen Ort, eigentlich einer Ansammlung dreier Häuser zwischen zwei Kleinstädten außerhalb von Paris. Maigret beobachtet, belauert und sucht nach einem Anhaltspunkt. Zwei weitere Morde und um ihn herum der Durchgangsverkehr nach Paris, Autos über Autos und nicht zuletzt weisen ihn diese auf die rechte Spur hin, geht es doch um Autos und das im ganz großen Stil. Und wie immer geht ihm am Ende der wahre Täter in die Falle. 

Fazit: Diese Woche war hart, die Zeit knapp und das Buch hat mich nicht gleich am Anfang mitgenommen. Und doch ist die Geschichte als sie dann in Fahrt kam spannend und nimmt eine überraschende Wende. Der Gute in dieser Geschichte muss wirklich leiden, und die Bösen entwischen dank gekonnter Inszenierung und Verwirrspiel beinahe durch das fein gesponnene Netzt das der Kommissar immer enger zieht. Dazu kommt die fast schon zermürbende Kulisse der Kreuzung mit ihren drei Häusern die man gefühlt bereits in- und auswendig kennt. Aber nach sieben Büchern weiß ich sicher: ein Däne, ein Italiener, Ehefrau, Geliebte und Diamanten - Maigret bekommt sie alle.



Georges Simenon
"Maigrets Nacht an der Kreuzung"
Sämtliche Maigret-Romand Bd. 7
Diogenes 2008
176 Seiten




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen