Sonntag, 27. Oktober 2013

#5 "Maigret kämpft um den Kopf eines Mannes"

Meine Woche mit Maigret Band fünf

Maigret beobachtet in aller Ruhe einen Fluchtversuch und macht sich dann auf die Suche nach dem Mörder.

Der Fall: Ein zum Tod verurteilter Mörder flieht geduldet von Maigret aus dem Gefängnis und taucht in einer kleinen Pension am Kanal unter. Maigret bezieht ein Zimmer auf der gegenüberliegenden Seite, wartet und beobachtet. Immer dem Entflohenen auf den Fersen verbringt der Kommissar viel Zeit im Coupole und am Telefon während seine Inspektoren in Morsang und Nandy wache schieben. Als noch ein Amerikaner in diesem Fall stirbt zieht Maigret die Maschen seines Netzes enger, stellt eine Falle und verhaftet zum Schluss tatsächlich den wahren Verbrecher.

Fazit: Ein echter Fall mit echtem, aktuellem Verbrechen endet in einer echten Verhaftung! In Band fünf dann doch ein richtiger Kriminalfall. Der Weg der Ermittlung scheint mir typisch Kommissar Maigret, abwarten, beobachten, Bauchgefühl, Zwiegespräch mit sich selbst und ganz offene Konfrontation mit dem Mörder, dem echten und nicht dem vermeidlichen. Maigret kombiniert, Pokert hoch und gewinnt - wie wäre es auch anders möglich. Als Zugabe noch eine reiche, leider tote Amerikanerin samt Zofe und das Leben der Upperclass im Hôtel George-V. Band fünf ist spannend und absolut lesenswert. Keine Zugreisen, kein nass-kaltes Wetter. Naja, fast keines, der Kommissar braucht Mantel, Hut und seinen Ofen - strahlendes Wetter ist da aussen vor.



Georges Simenon
"Maigret kämpft um den
Kopf eines Mannes"
Sämtliche Maigret-Romane Bd. 5
Diogenes 2008
192 Seiten

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