Sonntag, 13. Oktober 2013

#3 "Maigret und der Gehängte von Saint-Pholien"

Meine Woche mit Maigret Band drei


Maigret eignet sich ein Köfferchen an und bringt so alles ins Rollen.

Der Fall: Aus einer Laune heraus beschattet Maigret einen verdächtig auftretenden Mann und vertauscht in einem günstigen Moment Gepäckstücke. Als der Verdächtige den Verlust seines Koffers bemerkt erschießt er sich und Maigret steckt mitten drin im Tatort, muss allerdings tatenlos bei den Arbeiten zusehen denn er befindet sich außerhalb seines Hoheitsgebietes als Kommissar. Zurück in Paris beginnt er, obwohl er nicht so genau weiß wo er beginnen soll, mit den Nachforschungen und stolpert über die Witwe, alte Jugendfreunde des Toten und über einen Freidenkerverein. Am Ende hat der Kommissar natürlich die Lösung des Falls aber verurteilt wird keiner denn die wirklichen Verbrechen sind längst verjährt und die die bestraft werden müssten sind es ja schon - irgendwie.

Fazit: Und wieder eine Reise mit dem Zug, Frankreich - Holland - Deutschland, Maigret ist auf Achse. Man purzelt in diesen Fall ohne Vorwarnung hinein, der Anfang des Buches ist überraschend und spannend. Mit der Aufklärung des Falls dann wird es sehr verworren, Namen, Zusammenhänge, Geheimbünde... von Studenten zur Bohème. Es wird keiner verhaftet und doch sind alle ein bisschen Schuld. Der dritte Band hat es mir nicht gerade leicht gemacht, Simenon verwirrt mich mit seinen ganzen Namensverwechslungen, einzig der Kommissar ist weiterhin groß, massig und wie ein Fels in der Brandung.


Georges Simenon
Maigret und der Gehängte von
Saint-Pholien"
Sämtliche Maigret-Romane Bd.3
Diogenes 2008
176 Seiten

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